Jun 25

SIEVERT LOGISTIK IM FOKUS DER MESSE MÜNCHEN

Der anhaltende Fahrermangel ist eines der drängendsten Probleme für Speditionen und Frachtführer. Ursache ist nicht zuletzt die mangelnde Wertschätzung gegenüber Kraftfahrern. Mit einem aufklärenden Video, in dem auch Kenneth Fischer von Sievert Logistik eine wichtige Rolle spielt, will die Messe München beitragen, den Beruf in der öffentlichen Wahrnehmung aufzuwerten. Gedreht wurde der Film speziell für die transport logistic, die weltweite Leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management. Schauplatz der Aufnahmen war unter anderem der Hauptsitz der Sievert Logistik in Lengerich.

„Wir brauchen dringend Nachwuchs. Und das toll gemachte Video hilft uns dabei, das Bild des Berufskraftfahrers in der Öffentlichkeit zurechtzurücken. Denn das Kraftfahrerdasein ist alles andere als eintönig, wie man am Beispiel von Kenneth Fischer sieht. Ihm macht der Job Spaß und das kommt im Video hervorragend rüber“, sagt Rui Macedo, Geschäftsführer der Sievert Logistik.

Wie drängend das Problem des Fahrermangels ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen. Verbänden und aktuellen Studien zufolge fehlen zurzeit rund 45.000 Kraftfahrer. Tendenz steigend. Denn während sich jährlich rund 30.000 Fahrer in den Ruhestand verabschieden, rücken derzeit nur mehr 10.000 nach. Auch das Interesse an einer Ausbildung zum Berufskraftfahrer hält sich in Grenzen. So haben 2017 gerade einmal 3.609 junge Menschen diesen Berufsweg eingeschlagen. Gleichzeitig lassen die noch immer stabile wirtschaftliche Lage und ein boomender E-Commerce-Sektor das Transportaufkommen wachsen.

Ein Dilemma, an dem Macedo zufolge nicht zuletzt das überholte Bild vom Fahrer Schuld sei, der mit seinem großen Fahrzeug keinen Mehrwert schaffe, sondern nur die Straßen verstopfe. „Hier ist die Kommunikation in den vergangenen Jahren komplett in die falsche Richtung gelaufen. Es wurde viel zu wenig herausgearbeitet, wie wichtig Logistikprozesse und damit auch der Beruf des Kraftfahrers für das Funktionieren unserer Gesellschaft sind. Außerdem haben sich die Arbeitsbedingungen stark gewandelt und deutlich verbessert“, so Macedo.

Genau hier setzt der Film an, indem er unter anderem Kenneth Fischer von Sievert Logistik durch den Alltag als Fahrer begleitet und dabei die positiven Aspekte des Berufs herausstellt. So erfährt der Zuschauer beispielsweise, dass die Digitalisierung längst auch die Logistik erfasst und das Aufgabenspektrum der Fahrer erweitert hat. Andere Pluspunkte, die herausgestellt werden, sind das selbständige Arbeiten, die Abwechslung sowie die Sicherheit, die der Job bietet.

Ziel der Sievert Logistik und der Messe München ist es, mit dem Film Aufmerksamkeit zu erzeugen und auf die Bedeutung einer funktionierenden Logistikkette hinzuweisen. „Darüber hinaus müssen  wir als führendes Logistikunternehmen natürlich selbst Anreize schaffen, um neue Kraftfahrer zu gewinnen“, erklärt Macedo. Unter anderem können sich bei Sievert Logistik die Fahrer in der Regel die Marke ihres LKW aussuchen und auch entscheiden, ob sie Planen- oder Silofahrzeuge fahren wollen. Darüber hinaus erwarten sie steuerfreie Sachzuwendungen, freiwillige Sozialleistungen sowie regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen. Aus Sicht von Macedo geht es vor allem um Wertschätzung. „Wir können gar nicht oft genug herausstellen, dass der Berufskraftfahrer eine immens wichtige gesellschaftliche Aufgabe erfüllt. Ohne ihn könnte kaum etwas produziert werden und die Regale in den Geschäften blieben leer.”